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Unsere Philosophie
... wir helfen, aber wir verschenken kein Geld.
Sicherlich kein Geld an Regierungen, mit denen man höchstens Verträge machen kann, wo dies erforderlich ist. Man kann oft gerade Regierungen in der dritten Welt nicht trauen, wo sich die Machthaber selbst die Taschen vollstopfen, es Ihnen aber im übrigen egal ist, ob das Volk hungert und keine Zukunft hat.
Zu unserer Philosphie gehört es ebenfalls, möglichst nah mit den Menschen zu leben, die unsere Hilfe brauchen. Konkret heißt das, keine großen Büros in irgendeiner Hauptstadt zu mieten und dann in die Hilfsgebiete fahren, um die Hälfte der Zeit im Auto zu verbringen. Nein, unsere Teams wohnen dort, wo die Not am großten ist, nämlich bei den Hilfsbedürftigen. Das kann im Kosovo ein Zimmer in einem Bergdorfs sein oder ein Tukull bei den Nubas im Sudan.
So lernt man nicht nur die Nöte der Menschen hautnah kennen, sondern auch ihre Gastfreundschaft, ihre Dankbarkeit und ihre ganz persönlichen Fähigkeiten, mit Katastrophen umzugehen.
Man lernt, daß man keine individuellen Geschenke machen darf, auch dann nicht, wenn das schöne persönliche Erlebnisse sind. Wichtig ist, gerecht zu sein und die Gemeinschaft nicht aus dem Auge zu verlieren.
Obwohl wir nach all den Jahren wissen, was alles schief gehen kann, wollen wir uns so viel Naivität bewahren, immer erst einmal anzufangen, wenn Hilfe nötig ist und nicht zu verzagen. Wir wollen uns von den ewigen Pessimisten nicht verrückt machen lassen! |