120.000 US Dollar bereits überwiesen
- Nahrungsmittel und Medizin für die Goma Flüchtlinge
- 120.000 US Dollar bereits überwiesen
Köln Goma, 21.1.2002 Heute morgen haben die Ruanda Behörden in Gisenyi den Flüchtlingen ein Ultimatum gestellt. Bis 16 Uhr müssen sie entweder nach Goma zurück oder in die Lager in Ruanda weitergegangen sein. Der Grund: Zwischen Gisenyi und Goma gibt es die Grenze Ruandas zur Demokratischen Rep. Congo. Die Ruander sind mißtrauisch gegenüber allen, die aus Goma kommen, weil darunter auch ehemalige Völkermörder von 1994 sein könnten. CAP ANAMUR hat vor Ort in Goma ein Boot und LKWs gemietet. Der CAP ANAMUR- Arzt Dr. Lothar Winkler ist jetzt auf dem Wege nach Sake, um dort Lebensmittel zu kaufen und sie nach Goma zu transportieren. Winkler: "Wir haben sowohl in Goma-Ost (zur Ruanda Grenze hin) wie auch in Goma West (zum Masisi hin) Plätze für die Verteilung ausgesucht."
Die CAP ANAMUR Leute werden mit der Verteilung der Lebensmittel auf dem Universitätsgelände in Goma beginnen, dort befinden sich 700 Familien ohne Obdach. Dort sind auch schon Wasserstellen eingerichtet. In SAKE befinden sich noch etwa 100.000 Menschen, die aus Goma geflohen sind. Wieviele von denen wieder nach Goma unterwegs sind und wieviele von ihnen in die Berge gezogen sind, weiß niemand. Die 250.000, die nach Ruanda geflohen waren, sind in der Mehrheit auf dem Wege zurück, weil sie Angst um ihren Besitz haben.
Dr. Winkler kritisiert das UN-Welternährungsprogramm(WFP). Die sitzen auf 1000 Tonnen Lebensmittel, die in Goma am Stadtrand gelagert sind. Wann sie anfangen, die Nahrungsmittel zu verteilen, ist offen. Vielleicht müssen sie erst ein "assessment" machen. Die Mitarbeiter des WFP sitzen in der Hauptstadt KIGALI, kommen in eigenen Wagen und fahren nach zwei Stunden wieder zurück. Dr. Lothar Winkler berichtet uns empört, daß aus den Autos des WFP Kekse auf die Straße zu den marschierenden Flüchtlingen geworfen wurden. "Ich finde es empörend, wenn die Vertreter von WFP sagen, sie verteilen die Kekse aus dem Auto, weil das die beste Methode sei, die Flüchtlinge aus Gisenyi zu entfernen."
CAP ANAMUR hat 120.000 US $ unserem Team bereits zur Verfügung gestellt. Es kann also schon in der Region einkaufen. Heute wird Dr. Winkler herausfinden, ob es in Goma schon Cholera Fälle gibt. Dann allerdings müßte CAP ANAMUR gleich ein Flugzeug mit allem schicken, was zur Einrichtung eines Cholerahospitals notwendig ist.
Hauptnavigation
- Über uns
- Projekte
- Einsatzländer aktuell
- Einsatzländer abgeschlossen
- Albanien
- Angola
- Äthiopien
- Benin
- Bosnien
- Brasilien
- Deutschland
- Elfenbeinküste
- Eritrea
- Gambia
- Ghana
- Haiti
- Honduras
- Indien
- Indonesien
- Irak
- Iran
- Israel
- Jordanien
- Jugoslawien
- Kambodscha
- Kenia
- Kolumbien
- Kosovo
- Libanon
- Liberia
- Mazedonien
- Kroatien
- Mosambik
- Namibia
- Nicaragua
- Nigeria
- Pakistan
- Polen
- Ruanda
- Rumänien
- Russland
- Serbien
- Sibirien
- Swasiland
- Südafrika
- Tschad
- Tschetschenien
- Türkei
- Vietnam
- Medizinberichte
- Helfen
- Presse
- Kontakt



