Cap-Anamur-Projekte
Liebe Freunde von Cap Anamur, liebe Internet-Leser!
In den letzten Monaten kann es so ausgesehen haben, als ob wir ausschließlich in Afghanistan gearbeitet hätten. Das ist nicht so. Deshalb möchten wir Ihnen heute kurz unsere Projekte und unsere Mitarbeiter vorstellen:
Nord-Korea: Wir rehabilitieren weiter Krankenhäuser und statten sie so aus, daß ein Arbeiten möglich ist; im Moment vier im Norden des Landes. Zusätzlich haben Mike Bratzke und Ulrich Babilon ein Waisenhaus mit Internat baulich in einen menschenwürdigen Zustand gebracht. Mike ist Handwerksmeister und schon seit zwei Jahren im Lande tätig. Er hat bisher alle Hürden mit Gelassenheit genommen, d.h. manchmal hat selbst ihn die Gelassenheit in diesem schwierigen Land verlassen. Ulrich ist Krankenpfleger und seit 9 Monaten dort tätig. Unser Team ist besser untergebracht als die Teams in anderen Projekten, und dennoch ist die Arbeit dort manchmal viel schwieriger als z.B. in Afrika. Man bekommt kaum einmal ehrlichen Kontakt zur Bevölkerung, und das ist schwer zu ertragen. Der Bevölkerung geht es miserabel, und das ist der einzige Grund für unser Engagement.
Nubaberge/Sudan: Seit einigen Wochen ist es friedlicher, die Region nicht ständig bedroht von Bomben aus dem Norden. Es gibt einen Waffenstillstand für sechs Monate. Wir betreiben dort ein Krankenhaus, ein Impfprogramm, und wir haben sieben Außenstationen aufgebaut, damit die Patienten nicht tagelang laufen müssen. Seit sieben Monaten ist die Hebamme Ina Hammesfahr dort tätig. Sie ist fachkundig und fröhlich, die besten Eigenschaften für diese Arbeit. Der Zimmermann Klaus Winkenjohann war schon mehr als zwei Jahre in Bosnien und im Kosovo tätig, ein treuer Komiteeler, auf den man sich immer verlassen kann. Leider mußte der Arzt aus familiären Gründen früher gehen, und wir suchen "händeringend" Ersatz.
Kongo/Ruanda: Der Arzt Lothar Winkler ist zum zweiten Mal dort, kümmert sich um die Menschen, die von Ruanda aus in ihre Heimat Kongo zurückkehren, gibt ihnen Nahrung, Saatgut und Hacken. Während des Vulkanausbruchs wurde seine Wohnung zerstört, er verteilte Nahrungsmittel. Gleichzeitig werden in Ruanda Schulen gebaut.
Tschetschenien: Seit vielen Jahren arbeiten wir zusammen mit Achmed Auchev. Er kümmert sich um das Waisenhaus in Inguschetien, in dem 57 Kinder ohne Eltern leben und lernen, hat auch über der Grenze in Tschetschenien eine Ambulanz rehabilitiert und unterstützt den Arzt des Krankenhauses in Grosny mit Medikamenten.
Kenia: Weiterhin unterstützen wir das Straßenkinderprojakt in Nairobi, in dem die ehemalige bekannte Schauspielerin Anne Wanjugu die Mutter für 155 Kinder ist.
Afghanistan: Hierüber haben wir viel berichtet. Drei Ambulanzen mit funktionierendem OP und einige Schulen wurden fertiggestellt. Es arbeiten hier sechs Ärzte und drei Techniker: Ferdinand Schmitz ist ein pensionierter Internist, der gütig und streng ist und von den Afghanen "zwangseingebürgert" werden soll. Theo Spinne ist ein frühpensionierter Chirurg, der genauso ein Glücksfall ist. Kai Schubert ist Anästhesist, war schon während des Bosnien-Krieges als junger Arzt in Sarajevo tätig, ist ebenfalls ein junger alter' Komiteeler. Gudrun Scharifi ist Kinderärztin, hat sieben Jahre in Kabul gearbeitet und spricht Farsi. Hans-Joachim Witzel ist pensionierter Chirurg und findet trotz seines langen Berufslebens hier große Herausforderungen. Dann Michael Hinz-Klimek. Er ist Allgemeinarzt, war vor 15 Jahren für uns' in Nicaragua und wurde jetzt zu unserem Glück rückfällig'. Andrea Evertz ist Krankenschwester, wunderbar tüchtig und bringt die afghanischen Männer zum Staunen, weil sie auch noch Unimogs fahren kann. Josef Grundner, unser Bayer, ist Zimmermann, hat unser Projekt im Kosovo ein Jahr lang geleitet und ist nicht mehr wegzudenken mit seiner Power. Andreas Herr war im Kosovo, in Nordkorea und in Somaliland tätig und ist viel mehr als sein Beruf Schreiner aussagt. Elias Bierdel ist ein Quereinsteiger, ein Journalist, baut Jungen- und Mädchenschulen auf und kümmert sich darum, daß diese neuen Schulen auch mit Leben gefüllt werden. Wir arbeiten in Hazar Bagh, Hodschaghar und Dasht-e-Qual'eh.
Der ortsansässige Mullah sagte bei einer Feier: "Im Namen des Korans geschah viel Unrecht. Und jetzt kommen die sogenannten Ungläubigen und helfen uns."
Wir sind dankbar, daß wir mit Hilfe unserer Spender und unserer guten Mitarbeiter Menschen Hoffnung bringen können, die so benachteiligt leben müssen, wie wir es uns kaum vorstellen können.
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