Die 37 afrikanischen Flüchtlinge, die wochenlang an Bord...

Artikelinfo
Datum: 
12.07.2004
Autor: 
Office Cap Anamur

Die italienischen Behörden beschlagnahmten das Schiff. Kapitän Stefan Schmidt, der erste Offizier des Schiffes und der Chef der Hilfsorganisation, Elias Bierdel, wurden nach einer Befragung in Polizeihaft genommen. Ihnen wird Beihilfe zur illegalen Einwanderung zur Last gelegt. Cap Anamur kündigte juristische Schritte an. Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Rom sind eingeschaltet.

Die Grünen-Vorsitzende Angelika Beer hat sich dafür ausgesprochen, den Flüchtlingen Asyl in Deutschland zu gewähren. "Humanität und das Recht zu überleben stehen an erster Stelle. Wir sollten sie aufnehmen und Asyl gewähren", sagte sie dem Nachrichtensender n-tv.
Die "Cap Anamur" hatte die Afrikaner am 20. Juni im Mittelmeer aufgelesen. Sie waren vermutlich von Libyen aus in See gestochen, um nach Italien zu gelangen.

Zuletzt hatten sogar die Vereinten Nationen Italien aufgefordert, die Flüchtlinge an Land zu lassen.

Die Bürgermeister von Rom und anderen Städten haben angeboten, die Flüchtlinge aufzunehmen.