Der verborgene Krieg
Sechs Monate nach der Teilung Sudans gibt es im Grenzbereich zwischen Norden und Süden schwere Kämpfe - nun droht eine Eskalation
von Arne Perras
KAMPALA - Wer überleben will, gräbt sich ein Loch. Im Flussbereich oder unter einem großen Stein. Man sollte ganz hineinschlüpfen können, damit einen die Bombensplitter nicht treffen. Ganz schlecht ist es, sich unter einen Baum zu flüchten. Denn den zerfetzt es beim Einschlag, und die Holzstücke schießen wie Pfeile durch die Gegend. Im Sudan haben die Menschen solche Überlebenstechniken in Jahrzehnten des Bürgerkriegs gelernt. Zwar schloss das Regime im Norden mit den Rebellen des Südens 2005 einen Frieden; seit sechs Monaten gibt es zwei souveräne Staaten, mit den Hauptstädten Khartum (im Norden) und Juba (im Süden). Aber von Frieden kann keine Rede sein - gekämpft wird noch immer.
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